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ORATORIO ELEKTRO

Oratorium für Vokalensemble, Performance und künstliche Intelligenz  - oder die Suche nach Spiritualität in Zeiten des Social Distancing 

Uraufführung: 20.11.2021 Beginn: 18:30

Aufführung 2: 21.11 2021 Beginn: 16:30

Weitere Aufführung am 21.11.2021 Beginn: 11:15 (interaktiver Workshop

Veranstaltungsort: Sprengel Museum Hannover

Das Projekt

ORATORIO ELEKTRO ist ein einzigartiges, interdisziplinäres Projekt, in dem die Suche nach Spiritualität in Zeiten des Social Distancing neu verhandelt wird. Der Musiker Christof Littmann begibt sich gemeinsam mit dem Voktett Hannover und vier Tänzer*innen aus der freien Szene Hannover in das Sprengel Museums Hannover, um die Grenzen und Überlagerungen der Kunstwelten auszuloten.

Für den Konzertabend schuf der Komponist und Musikproduzent Christof Littmann einen Lieder-Zyklus für Vokal Ensemble, den das Voktett Hannover darbieten wird. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen verschiedensten Genres: Die A-capella-Chormusik, die als eine der unmittelbarsten musikalischen Darbietungsformen gilt, wird mittels Computer-Algorithmen be- bzw. verarbeitet und somit weitergeführt in einen neuen musikalischen und klanglichen Kontext. Sowohl bei der Komposition der Vokalmusik, als auch bei der computergestützten Bearbeitung  kam erstmals auch „Künstliche Intelligenz“ zum Einsatz.

Mit den eigens geschaffenen Texten der Pop-Künstlerin Alex Mayr wird im Oratorio Elektro die Suche nach Spiritualität in Zeiten des Social Distancing nicht nur inhaltlich beleuchtet. Distanzierung und mögliche Konsequenzen für das Erleben von Kunst sollen für das Publikum während der Aufführung unmittelbar spürbar werden.

Deshalb agieren die Akteure im ersten Teil des Abends von der Empore des Calder-Saal aus. Sie sind live hörbar, allerdings nur per Video-Stream sichtbar. Durch die Kameraführung ist das Sichtfeld der Zuschauer*innen fremdbestimmt. Diese „Auswahl“ trifft die Videokünstlerin Valeria Lampadova. Die somit geschaffene Distanz generiert ein Kunsterlebnis, das wissentlich ganz in der Nähe stattfindet und doch nur bedingt greifbar ist.

 

Für den zweiten Teil des Konzertes sind die Akteure für das Publikum von der Bühne aus sichtbar. Zusätzlich nehmen die Tänzer*innen stellvertretend die Rolle von Museumsbesucher*innen ein. Improvisatorisch-performativ entdecken sie dabei den Museumsraum und seine imaginären Exponate als spontane Reaktion auf das musikalische Geschehen.

 

Der Workshop

Begleitend zu den beiden Konzerten findet am Sonntag, den 21.11.2021 ein interaktiver Workshop im Sprengel Museum statt, der sich an Schulklassen wendet, allen anderen Interessierten aber genauso offen steht. 

 

Unter der Anleitung des Tänzers und Choreografen Simone Deriu sowie Christof Littmann werden die Teilnehmer*innen tänzerisch, performativ und improvisatorisch der Musik des Oratorio Elektro begegnen- und das in der einzigartigen Architektur des Calder-Saals. Umgekehrt wird die Musik spontan auf das tänzerische Geschehen eingehen, so dass eine Interaktion zwischen Musik und Bewegung- vor allem aber zwischen verschiedenen Menschen entsteht.

 Simone Deriu wurde in Sassari, Italien, geboren und begann dort im Alter von sieben Jahren mit dem Turntraining. 10 Jahre später startete er sein Studium des klassischen und modernen Tanzes an der Rotterdam Dance Academy. Es folgten verschiedene Engagements in Groningen, Darmstadt und Kassel. 2010 begann seine Zusammenarbeit mit Felix Landerer in Hannover. Seine erste Choreografie wurde 2010 am Staatstheater Darmstadt aufgeführt, es folgten Choreografien für Gothenburg Dance Company, das Staatstheater Kaiserslautern und für Landerer & Co.

Workshopdauer: ca. 90 Minuten 

Teilnahmegebühr: „pay what you can“

Bitte meldet Euch per Email an und gebt dabei die Teilnehmerzahl an.

Und bringt zum Workshop bitte Sportkleidung und dicke Socken mit.

Workshop Flyer als PDF  zum Download  und Verschicken

 

Kontakt: Christof Littmann info[at]creo-projekte.de

Mitwirkende

Christof Littmann - Projektinitiator, Komponist und künstlerischer Leiter

Christof Littmann ist Komponist und Musikproduzent. Sein künstlerisches Schaffen reicht vom populären über das klassische- bis hin zum experimentellen Genre. Neben zahlreichen Produktionen für Film und TV komponierte Littmann mittlerweile über 60 Bühnenwerke, darunter die 2008 an der Staatsoper Hannover uraufgeführte Oper »CULTURE-CLASH«, gefolgt von zahlreichen Auftragskompositionen zum Beispiel für die Oper Göteborg, das Scapino Ballett Rotterdam oder das Nederlands Dans Theater Den Haag. Die Musik zu den Tanzstücken des Choreografen Felix Landerer stammt weitestgehend aus der Feder des hannoverschen Komponisten. Die Arbeit von Christof Littmann wurde mehrfach prämiert und war u.a. offizieller Beitrag bei der EXPO in Shanghai.

Alexandra Mayr- Texte

Alexandra Mayr ist Sängerin, Komponistin und Multi-Instrumentalistin. Sie lebt und arbeitet in Mannheim. Anfang 2020 erschien ihr Debutalbum "WANN FANGEN WIR AN?". Im ersten Lockdown schrieb sie zusammen mit Konstantin Gropper die Filmmusik für den Detlev Buck Film WIR KÖNNEN NICHT ANDERS. Es folgten Auftritte u.a. bei Ina’s Nacht und dem Reeperbahn Festival. Sie verleiht diversen Musik-Projekten ihre Stimme. So ist sie  u.a. bei Casper, Dagobert, Get Well Soon und auf dem Soundtrack zur Netflix Serie „How to sell Drugs online fast“ zu hören. Am 9.7.2021 erschien ihr zweites Album PARK.

Foto: Sarah Ungan

Voktett Hannover

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Das Voktett Hannover wurde 2012 als ein gemischtes und doppelchörig besetztes Vokal- ensemble von Studierenden der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover gegründet. Ihr umfassendes Repertoire reicht von den Anfängen der polyphonen Vokalmusik bis zu Kompositionen der Gegenwart.

 

Die acht Sänger*innen sind bei renommierten Konzertreihen und Festivals zu Gast. Dazu zählen Bachfest Leipzig, chor.com, Kultursommer Nordhessen, Rheingau Musik Festival und Internationale A-cappella-Woche Hannover. Das Voktett Hannover ist Erster Preisträger des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Hochschulwettbewerbs 2015 sowie Erster Preisträger des Deutschen Chorwettbewerbs 2018. Beim Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg wurden das Ensemble zudem mit dem Sonderpreis der Walter- und Charlotte-Hamel-Stiftung und dem Sonderpreis des Labels Rondeau Production ausgezeichnet. In diesem Rahmen erschien 2019 die CD „Liebesweisen – Geistliche und Weltliche Bekenntnisse“. Dies führte für das Voktett Hannover zu mehreren Nominierungen für den OPUS KLASSIK 2020.

Foto:Nadja Mahjoub

Tanz und Performance

Simone Deriu (ITA), Felix Landerer (DEU),Anila Mazhari (USA), Lauren Mace (USA) 

Videokunst: Valeria Lampadova

Valeria Lampadova ist ursprünglich ausgebildete Tänzerin und war am Theater Dortmund, dem Aalto Theater Essen sowie am Hessischen Staatstheater Wiesbaden tätig. Mittlerweile gilt sie jedoch als Spezialisten im Bereich Videokunst für Theater, Künstler und Compagnien im In- und Ausland.  Sie übernahm u. a. das Videodesign für die Produktionen »White Sleep« für das Universal Ballett, South Korea, kreierte 2018 am Aalto Theater Essen Projektionen zum »Schwanensee« und zeichnete 2019 für das Videodesign der Tanztheaterproduktion »Hikikomori« verantwortlich, eine Kooperation des Schauspiels Hannover mit Landerer&Company. Zudem kreiert sie Trailer und Image-Filme in den Bereichen Ballett, Oper und Musical sowie für Orchester und Solo-Künstler.

Oratorio Elektro ist gefördert durch:

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Stiftung Niedersachsen

Niedersächsische Sparkassenstiftung

HannoverStiftung